Was Minimalismus in mir thematisiert und aufwirbelt

[wc_row]

[wc_column size=“one-half“ position=“first“]

Wenn du so viele Dinge besitzt, dass du gar nicht mehr weißt was du alles dein Eigen beschimpfst, ist es an der Zeit über deinen Besitz zu sprechen. Wenn du deine persönliche Erfüllung darin siehst, stundenlang vor dem Laptop zu sitzen und SocialMedia Walls auf und ab zu scrollen ist es an der Zeit, deine Sozialität zu überdenken. Wenn dich der Kauf von einem neuen Kleidungsstück glücklicher macht als ein Anruf

[/wc_column]

[wc_column size=“one-half“ position=“last“]

deiner Freundin, ist es an der Zeit deine immateriellen und materiellen Werte zu hinterfragen. Die Thematiken, die Minimalismus in mir aufwirbelt, sind vielfältig. Und haben trotzdem eines gemein: Wer bin ich? Wofür stehe ich? Und was gebe ich weiter? Es sind für mich gerade die folgenden 7 Erkenntnisse, die in letzter Zeit an Wert zugenommen haben:

[/wc_column]

[/wc_row]

[wc_row]

[wc_column size=“one-half“ position=“first“]

 


[/wc_column]

[wc_column size=“one-half“ position=“last“]

dive deep
to the unknown

Head shaking,
Heart racing,
Thick fear is all around.
A wall of darkness in front of me.
A life I’ve left behind.
Reeling back on this journey,
Just don’t ask why.

[wc_fa icon=“ge“ margin_left=““ margin_right=““ class=““][/wc_fa]

[/wc_column]

[/wc_row]

What I’ve learned so far

1

… dass los lassen unheimlich befreiend ist. Den Ballast, der über Jahre auf meinen Schultern sitzt, abzugeben und mit der neu gewonnenen Energie Dinge zu schaffen die ich zuvor für unmöglich hielt.

2

… wenn ein Berg voll Arbeit vor mir liegt, besser damit zu beginnen mich mit dem Berg zu beschäftigen, als darüber zu grübeln an welcher Seite ich ihn anpacken könnte. Stichwort: To Do Listen. Ich liebte es ewig lange Listen zu schreiben was denn noch alles zu tun ist, anstatt einfach mit der Arbeit zu beginnen (und sie vielleicht vorher in Zeit- oder Themenfenster zu packen).

3

… dass sich Urlaubserinnerungen viel besser an Erlebnisse knüpfen lassen, als an materielle Dinge. Wir schiessen 300 Fotos pro Urlaubstag, legen einen Shoppingday ein an dem wir uns „wundervolle Erinnerungen“ mitnehmen (das glauben wir zumindest) und vergessen dabei regelrecht wofür wir Urlaub machen. Um schöne Momente und die Zeit woanders zu genießen, hin und wieder Fotos zu schießen die dann auch einen Platz in einem schönen Fotobuch bekommen (ob digital oder ausgedruckt ist dabei ganz egal) und um wieder die Erde unter unseren Füßen zu spüren. Das ist für mich Urlaub, an den ich mich gerne zurück erinnere.

4

… dass Erbstücke nur dann wertvoll sind, wenn man sie auch benutzt. Mein Freund kann ein Lied davon singen, wenn ich ihm sage dass X oder Y von meinen Großeltern stammt. Wir haben so viele tolle Stücke von ihnen, darunter sind auch genug die ich einfach nur habe weil sie von meinen Großeltern sind. Ob ich sie benutze oder nicht, das habe ich früher nie hinterfragt. Es ist viel schöner weniger zu besitzen, aber diese Dinge dann auch zu nutzen. Ihnen den Wert zu geben, den sie verdienen – weil sie eben nicht sinnlos in der Ecke vergammeln.

5

… dass mich ein leer wirkender Kleiderschrank viel öfter hübsch sein lässt. Also im Ernst.. ich bin kein Mensch der sich intensiv mit neuer Mode beschäftigt. Früher war mein Kleiderschrank zum Bersten voll, ich konnte mich nie entscheiden was ich tragen möchte und hab dann meist 2-4 Teile zusammengewürfelt. Eben so, wie ich sie auch ohne zu überlegen gekauft hatte. Ich fühlte mich unwohl und nicht gut gekleidet. Weniger, dafür zusammen stimmige Kleidung zu besitzen, macht mir das Leben einiges einfacher.

6

… dass Aussortieren kein jährliches Fest ist, sondern stetigen Prozess bedeutet. Früher dachte ich dass es mit Kalendernotizen a la „Kasten aussortieren“ oder „Kühlschrank putzen“ getan wäre. Aber eigentlich schiebe ich damit auf, wofür ich mir sonst nie Zeit nehmen möchte. Sobald ich in meinem Schrank etwas sehe, was ich darin nicht möchte gebe ich es weg. Wenn im Kühlschrank die Oliven schon bald grenzwertig genießbar sind, esse ich diese anstatt sie 3 Wochen später weg zu schmeissen. Je weniger Dinge man besitzt desto übersichtlicher wird mein Hab und Gut. Es fällt viel einfacher alles im Vorbeigehen zu erledigen.

7

… dass übermäßiger Besitz zu übermäßigem Stress führt. Und wie ich mich durch meinen Besitz gestresst gefühlt habe. Dauernd saß mir ein „du musst das noch tun, das noch aussortieren und jenes noch machen“ im Nacken und suggerierte mir permanent dass meine Arbeit nicht erledigt ist. An allen Ecken sah ich, was ich noch erledigen wollte. Es helfen 100 calm-down-übungen niemals so gut, wie der Gedanke völliger Freiheit – weil du deinen übermäßigen Besitz endlich los bist, und geschafft hast, was du dir schon so lange vor nimmst.

  1. Hey Hanna,

    Wirklich guter Beitrag! Der lässt mich einige meiner Blockaden etwas überdenken. Es ist sehr interessant, wie man sich selbst dabei auch oft im Weg steht. Mir ist es beim Umzug so gegangen. Ich habe einige Dinge gefunden, die ich schon längst vergessen hatte, andere dafür, die ich schon ewig gesucht hatte, sind jedoch nicht mehr aufgetaucht. Die Idee mit dem ständigen Ausmisten find ich spannend. Die Idee das in den Vordergrund zu stellen ist mir bisher noch gar nicht gekommen. Kühlschrank, ja, der wird immer wieder mal „ausgemistet“ aber, dass ich Kleidung einfach weggeben würde, die Idee kam mir noch nicht. Aber da kommt dann wieder diese Blockade auf… das kann ich ja irgendwann mal wieder brauchen… Es geht mir so oft so, dass ich gewisse Kleidungsstücke die ich nie angeschaut habe ganz plötzlich anprobiere und zu meinen neuen Lieblingsstücken erkläre. Andere werde ich vielleicht nie tragen, aber ich kann das doch nicht einfach wegschmeißen! Kennst du diese Gedanken auch oder hast du das ganz abgelegt bzw gabs diese Blockaden bei dir nie?

    LG 🙂

    • Hej Gina,

      Danke 🙂 So wie dir gings auch mir am Anfang. Ich hab natürlich sehr viele Sachen einfach nicht weg geschmissen, weil ich sie ja noch brauchen könnte. Mittlerweile hab ich den 3. großen Ausmist-Schwall hinter mir, und ich bin jedes Mal viel entschlossener beim Entscheiden ob was bleibt oder weg soll. Oft wähle ich viel lieber den leeren Raum, als einem Teil einen Platz zu geben. Bei diesen „könnt ich doch wieder brauchen“ Sachen, hab ich mir immer Säcke angelegt, die erstmal nicht weg kommen aber einen Platz im Abstellraum bekommen. Nach einem Jahr (oder wann man möchte) wieder reinschauen und überlegen: brauch ichs jetzt? hab ich irgendwann an dieses eine Teil gedacht? Und wenn du was davon raus nimmst, zum Beispiel irgend ein anderes Teil im Haus dafür weggeben, welches du wirklich nicht mehr brauchst. Sachen, die man nicht weggeben will, weil sie so teuer oder so schön sind (man aber ganz genau weiß, dass sie mich niemals mehr glücklich machen werden) kannst zB. fotografieren und dann weggeben. 🙂

      Diese Gedanken gibts bei mir immer noch.. aber ohne so viel emotionalen Ausschlag als zu beginn. Ich finde mich immer mehr damit ab, dass ich da Dinge und keine Lebewesen in der Hand halte. Die heulen nicht, wenn ich sie weggebe. Manchmal tuts richtig weh, wenn sündhaft teure Sachen weg sollen – die lehren mir wiederum beim Einkaufen viel überlegter zu sein. 🙂

      • Ich find das Thema wirklich spannend. Ich werd auf jeden Fall in Zukunft mal genauer drauf achten. Ich finde ja auch die Idee echt nett nur 1 Garnitur Geschirr zu besitzen, diese abzuwaschen nachdem man sie verwendet hat und gut is es. Wer braucht denn so viel Geschirr? Aufs Wesentliche reduziert eben. Einfach ist es ja auch bei Büchern, Videos usw… ausleihen, zurück geben bzw. kaufe ich Bücher am Bücherflohmarkt und nachdem ich es gelesen habe verschenke ich es an irgendwelche Fremde weiter.
        Danke auf jeden Fall für diesen Beitrag! Regt wirklich zum Nachdenken an.

      • Mich freuts, dass ich dich zum Nachdenken anregen kann 🙂

  2. Liebe Johanna,
    ich meine ich habe hier schonmal zu einem ähnlichen Thema einen Kommentar hinterlassen. Und wieder kann ich dir nur beipflichten. Es kann so befreiend sein, loszulassen. Auch wenn es manchmal nur unnütze materielle Dinge sind, die wir nicht weggeben wollen, so belasten sie doch ungemein. Mich zumindest. Es macht keinen Spaß diese Gegenstände im Schrank hin und her zu schieben, obwohl man weiß, dass sie nicht mehr gebraucht werden. Doch wie ich glaube ich schonmal angemerkt habe, sind das leider nicht alles meine Dinge und ich kann nicht jedem hier im Haus meine Sicht aufzwingen …. leider 🙂 … ich würde so gerne.
    Ab und an fehlt dann doch mal das ein oder andere Teil, weil ich beschlossen habe, dass es sowieso nicht auffällt, wenn es „versehentlich“ im Eimer oder der Kleidersammlung landet ;-).
    Liebste Grüße
    Isabell

    • Liebe Isabell,
      ja das stimmt – ich kann mich an deinen Kommentar (als mein Blog noch anders hieß) gut erinnern 🙂

      Lebst du mit deiner Family, dass es da manchmal nicht anders geht? Kann gut verstehen, dass es manchmal mühsam ist, wenn man nicht alleine wohnt. Aber vielleicht findet ihr einen Weg, die Dinge zumindest in eine Kiste zu packen, wo sie nicht unmittelbar immer ein Störfaktor sind?!

      Lieben Gruß
      Hanna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.